GROKO 2018 – Unterstützt die Politik endlich eSports?

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Der Koalitionsvertrag der Großen Koalition aus CDU, CSU und SPD geht explizit auf das Thema eSports ein – und verspricht Unterstützung. Schafft Deutschland die Wende im “Neuland” Internet?

Es ist kein Geheimnis, dass das konservative Deutschland bei den Themen Digitalisierung und Gaming dem Stand der Zeit hinterher hängt. So locken Länder wie Finnland oder auch Kanada Spieleentwickler mit einer starken Infrastruktur, schnellem Internet und Steuervorteilen. Kann der frisch entstandene Koalitionsvertrag aus den Federn der Parteien den Anforderungen des “Neulands” im Jahr 2018 endlich gerecht werden?

Welche Hürden gilt es zu bewältigen?

Bereits Mitte 2016 war die Piratenpartei mit einem Antrag auf die sportliche Gleichstellung des eSports mit regulären Sportarten für das Land Berlin gescheitert. Hier nannten die Verantwortlichen zentral die Argumentation des Deutschen Olympischen Sportbundes (BOSD). Der stellte 2016 insbesondere im Bereich der Verbandsorganisation des eSports in Deutschland noch Mängel fest.

An dieser Baustelle konnte im November 2017 mit der Gründung des eSports-Bundes Deutschland (ESBD) endlich Abhilfe geschaffen werden, und auch der BOSD äußerte sich positiv zu den ersten Gesprächen mit dem neuen Dachverband für den eSport.

eSports: Groko-Parteien geben sich modern

Auch die Regierungsparteien begannen 2017, im Bereich digitaler Unterhaltung nachzuziehen. So lud die SPD im April zur ersten Diskussionsveranstaltung zum Thema “eSports in Deutschland: Potentiale und Perspektiven” in den deutschen Bundestag ein. Im August folgte der Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Spielemesse gamescom. Dort wiesen sie und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf die wirtschaftliche Bedeutung der Videospielindustrie hin und stellten mögliche Förderungen in Aussicht.

Denselben Wortlaut ließen die Parteien in ihren Wahlprogrammen 2017 niederschreiben: So erkennt die SPD die “wachsende Bedeutung der eSports-Landschaft in Deutschland an”. Alle Koalitionsparteien versprachen zur Wahl bereits, die Rahmenbedingungen für den eSport verbessern zu wollen.

Erfolg im Koalitionsvertrag

Diese Aussagen schlagen sich jetzt auch in ähnlicher Form wieder im Koalitionsvertrag nieder. Die Parteien widmen eSports unter dem Punkt Digitalisierung zwei Sätze:

“Wir erkennen die wachsende Bedeutung der eSports-Landschaft in Deutschland an. Da eSports wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir eSports künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.”

Somit scheinen sowohl organisatorisch als auch politisch die Hindernisse für eine Anerkennung des eSports geebnet worden zu sein. Auch das wachsende Interesse am eSports in der Bevölkerung und das wirtschaftliche Wachstum des Sports bringen zusehends Bewegung in das Thema. Doch im Bereich der staatlichen Förderung ist das Innenministerium zuständig. Dessen Leitung ist Horst Seehofer von der CSU zugefallen. Zwar gab es auch schon aus den Reihen der CSU Bestärkungen für den eSports und seine Förderung. Dennoch dürfte weiterhin einiges an Überzeugungsarbeit in der Politik notwendig sein, um in der Sicht der Politik mit etablierten Sportarten im Kampf um Fördergelder gleichzuziehen.

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